Sind Virtual Reality Spielhallen die Zukunft?

Virtual Reality ist dieser Tage immer mehr ein Thema. Mit den Occulus Brillen kann man von Zuhause aus bereits die ersten VR-Spiele spielen, aber die Erfahrung ist durchaus eingeschränkt. Schließlich setzt man sich nur eine maskenartige Brille auf die Nase und „bewegt“ sich dann durch eine virtuelle Landschaft. Interaktion mit anderen Spielen oder eine eingehendere Erfahrung ist hier noch nicht möglich.

Virtuis plant mindesten 15 VR-Spielhallen

Virtuis ist Marktführer auf dem Gebiet von VR-Spielhallen. Diese bieten ein Equipment, dass es Spielern nicht nur erlaubt wesentlich aktiver und intensiver in VR-Spielen zu agieren und interagieren, man kann auch gegen andere Spieler antreten oder aber mit ihnen zusammen ein Abenteuer bestehen.

Im Grunde ersetzen solche modernen Spielhallen das Konzept von Arkaden-Spielhallen. Diese sind ja in Deutschland nie richtig vom Fleck gekommen, da sie bereits im Entstehen in den 80er Jahren als Glücksspiel eingestuft wurden und demnach nie große Verbreitung fanden, jedenfalls nicht so wie es beispielsweise in den USA oder Japan üblich ist.

Virtuis plant nun 15 VR-Spielhallen im Norden Deutschlands zu eröffnen. Die Pläne sind bereits so weit vorangeschritten, dass bereits sechs Spielhallen in den nächsten Monaten eröffnen sollen, die erste davon in Bremen.

Wie sollen diese neuen Spielhallen aussehen?

Nun, man wird sich nicht am Vorbild der Arkaden-Spielhallen orientieren. Spieler können in einer Spielhalle 8 bis 20 Spielgeräte erwarten, die eben um einiges mehr bieten sollen als eine VR-Brille daheim. So bedient man sich der HTC Vive Geräte, die mit zusätzlicher Hardware ausgestattet sind, damit eine bessere Verschmelzung von realer und virtueller Welt ermöglicht werden. So sind sicherlich auch VR-Handschuhe und Headsets Teil der Ausstattung.

Allerdings werden auch multidirektionale Laufbänder Teil der Ausstattung werden, damit Spieler uneingeschränkt in alle Richtungen laufen können.

Hinzu kommt, dass Virtuis Spielern nicht nur exklusive Spiele bieten will, die es außerhalb der Spielhallen eben nicht geben wird, sondern auch ein eigenes Betriebssystem namens VArcOS einzusetzen plant.

Getränke wird man übrigens in den Spielhallen auch bekommen und auf Monitoren kann man anderen Spielern zusehen.

Welche Art von Spielen ist zu erwarten?

Nun, Spielhallen greifen eine große Bandbreite an Spielen ab, wobei es hier sicherlich kein Glücksspiel geben wird, wie man es bisher mit dem Begriff „Spielhalle“ verbindet.  Tatsächlich will man familienfreundlich auftreten und Spiele sollen bereits ab 6 Jahren spielbar sein.

In der Mehrheit können wir wohl davon ausgehen, dass virtuelle Rollenspiele bzw. Abenteuerspiele für alle möglichen Altersstufen angeboten werden.

Anwendung für das Glücksspiel

Interessant ist es natürlich über VR auch beim Thema Glücksspiel nachzudenken. Tatsächlich planen ja bereits einige Entwickler VR Versionen von Roulette Tischen. Hierzu bräuchte man auch nur eine VR-Brille, um dann die Spiele bequem von Zuhause aus zu spielen.

Wenn man allerdings die derzeitige Debatte zum Thema Spielhallen und Abstandsregeln in Betracht zieht, so könnte es künftig vielleicht auch VR-Spielhallen geben, die eine andere Art des Glücksspiels anbieten.

Auch wäre es denkbar, dass bei einem VR-Boom derzeit existierende Spielhallen umdisponieren und mit neuen Konzepten aufwarten könnten. Spielautomaten werden durch VR-Spielgeräte ersetzt und statt Geld an Slots zu verspielen, wird Eintritt für die Nutzung der Spiele und des Equipments bezahlt.

Tatsächlich ist es wirklich nicht besonders abwegig, dass VR- Spielhallen die Zukunft sind. Einerseits wird es künftig virtuelle Spielhallen geben, über die man via VR-Brille Zugang hat. Andererseits werden VR-Spielhallen mit besonderem Equipment für bessere immersive Erlebnisse eröffnet werden.